Samstag, 2. Februar 2013
Kinderbuecher "politisch korrekt" umschreiben?
politicallyweary, 14:54h
Die Ansichten des Herrn Mesghena in allen Ehren, es gibt auch einige Punkte die man dagegen halten kann. Die Gesamtheit der Kinderbücher aus früheren Jahren umzuschreiben wäre eine Gleichsetzung mit George Orwell's 1984. Bei allem Respekt, in dem man einfach aufhört einen Satz in einem Buch zu lesen, weil man sich selbst daran stößt und gar das eigene Kind darauf hinweist, damit schürt man ja nur Rassismus. Selbst wenn er dem Verlag gegenüber seine persönliche häusliche Situation zugrunde gelegt hat, so war die rasche Rückantwort des Verlages auch zu begrüßen und deren Erklärung vernünftig. “Das in Frage stehende Buch stamme aus dem Jahre 1957 und das Wort “Neger” habe man noch wertneutral verwendet.” Persönlich halte ich dagegen, man würde es heute auch eher wertneutral behandeln, wenn nicht dauernd ein Aufheben über die politische Korrektheit einzelner Sätze gemacht würde. Meine Söhne sind zwar erwachsen, doch ich kann mich erinnern “abends auf der Bettkante
hochpolitische Diskussionen” mit ihnen geführt zu haben, wo erforderlich. Wenn mehr Eltern sich gerade über solche Themen ehrlich mit ihren Kindern auseinandersetzen würden und die Last der Auf- und Erklärung nicht der Gesellschaft übertragen würden, dann würden solche Probleme ggf. keine Auswüchse erfahren. Als Referatsleiter für Migration und Diversität müsste Herr Mesghena eigentlich mit gutem Beispiel voran gehen anstatt diesbezüglich Probleme zu schaffen. Hätte er das Buch einfach seiner Tochter weiter vorgelesen, wäre es sicherlich überhaupt nicht zur Diskussion gekommen. Der Duden definiert einen Neger als eine Person mit dunkler Hautfarbe, nicht unbedingt schwarz. Daher ist es ebenso Wahnwitz Schwarze in USA als Afro-Amerikaner zu bezeichnen, da nicht alle Schwarze auch aus Afrika stammen. Wo fängt man also an und wo hört man auf? Es soll also ab sofort keine “Zehn kleine Negerlein” mehr geben? Sondern? Alle wunderbare alte Märchenbücher, mitsamt schrecklichen Hexen, bösen Wölfen usw. müssen jetzt “politisch korrekt” umgeschrieben werden? Auch die Bibel mit der Beschreibung der heiligen drei Könige? Wer wird den Maßstab legen und wer darf sich anmassen zu reglementieren? Es wird immer Kläger und Richter geben aber bei allem Respekt, dies geht eindeutig zu weit. Inzwischen hat Herr Mesghena seiner Tochter das Buch zu Ende gelesen, in alter Form. Warum war dies auf einmal für ihn möglich? Ich denke nicht, dass “alle” Deutsche verdrängen, daß u.a. Ihr Land eine blutige Kolonialvergangenheit in Afrika hat, genauswenig wie alle Deutsche im Dritten Reich zu den National Sozialisten gehörten. Man kann das Kinde nicht einfach mit dem Bade ausschütten und, auch wenn ich die Methoden des Herrn Scheck nicht billige, so gehe ich mit ihm einig, daß Literaturgut, also auch Kinderbücher, mit aller Problematik so der zukünftigen Generationen bewahrt bleiben muß, so daß erklärt, aufgeklärt und diskutiert werden kann was in der Geschichte eines Landes besser oder schlechter war. Es sind Anregungen. Ebenso hätte Timnit, die Tochter des Herrn Mesghena, fragen können, warum man eigentlich früher nicht so ein Aufhebens über das N-Wort gemacht hat? Jede Geschichte hat zwei Seiten.
hochpolitische Diskussionen” mit ihnen geführt zu haben, wo erforderlich. Wenn mehr Eltern sich gerade über solche Themen ehrlich mit ihren Kindern auseinandersetzen würden und die Last der Auf- und Erklärung nicht der Gesellschaft übertragen würden, dann würden solche Probleme ggf. keine Auswüchse erfahren. Als Referatsleiter für Migration und Diversität müsste Herr Mesghena eigentlich mit gutem Beispiel voran gehen anstatt diesbezüglich Probleme zu schaffen. Hätte er das Buch einfach seiner Tochter weiter vorgelesen, wäre es sicherlich überhaupt nicht zur Diskussion gekommen. Der Duden definiert einen Neger als eine Person mit dunkler Hautfarbe, nicht unbedingt schwarz. Daher ist es ebenso Wahnwitz Schwarze in USA als Afro-Amerikaner zu bezeichnen, da nicht alle Schwarze auch aus Afrika stammen. Wo fängt man also an und wo hört man auf? Es soll also ab sofort keine “Zehn kleine Negerlein” mehr geben? Sondern? Alle wunderbare alte Märchenbücher, mitsamt schrecklichen Hexen, bösen Wölfen usw. müssen jetzt “politisch korrekt” umgeschrieben werden? Auch die Bibel mit der Beschreibung der heiligen drei Könige? Wer wird den Maßstab legen und wer darf sich anmassen zu reglementieren? Es wird immer Kläger und Richter geben aber bei allem Respekt, dies geht eindeutig zu weit. Inzwischen hat Herr Mesghena seiner Tochter das Buch zu Ende gelesen, in alter Form. Warum war dies auf einmal für ihn möglich? Ich denke nicht, dass “alle” Deutsche verdrängen, daß u.a. Ihr Land eine blutige Kolonialvergangenheit in Afrika hat, genauswenig wie alle Deutsche im Dritten Reich zu den National Sozialisten gehörten. Man kann das Kinde nicht einfach mit dem Bade ausschütten und, auch wenn ich die Methoden des Herrn Scheck nicht billige, so gehe ich mit ihm einig, daß Literaturgut, also auch Kinderbücher, mit aller Problematik so der zukünftigen Generationen bewahrt bleiben muß, so daß erklärt, aufgeklärt und diskutiert werden kann was in der Geschichte eines Landes besser oder schlechter war. Es sind Anregungen. Ebenso hätte Timnit, die Tochter des Herrn Mesghena, fragen können, warum man eigentlich früher nicht so ein Aufhebens über das N-Wort gemacht hat? Jede Geschichte hat zwei Seiten.
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